Törggelen im Alpl

2011 10 22 toerggelen alpl-160font

In getrennten Gruppen, aber dafür doppelt so viel Freude und Gelächter....


....starteten wir am Samstag, den 22. Oktober in die Neue Alplhütte. Bereits beim Aufstieg fanden wir vereinzelte Schneeflecken und uns flog der eine oder andere Schneeball um die Ohren. Und dann – wie aus heiterem Himmel – standen wir in einem Winterwunderland. Es war, als ob wir einige Zeitzonen übersprungen hätten und uns plötzlich im tiefsten Winter befanden.

Im Alpl angekommen bezogen wir zuallererst unser Quartier und machten es uns anschließend gemütlich. Bevor die zweite Gruppe ankam, verputzten wir bereits die ersten paar Erdnüsse und Mandarinen.

Nach dem Eintreffen der zweiten Gruppe wurde uns das 8-gängige Törggelemenü aufgetischt. Begonnen wurde mit Schmalzbrot gefolgt von Kürbiskern- oder Gerstelsuppe. Darauf folgten Spinatknödel mit Salat. Nach einer kurzen Verschnaufpause wurde uns der Hauptgang gebracht. Rippchen, Selchroller, Würstel und Sauerkraut, serviert in einer riesigen Pfanne.

Und als ob das noch nicht genug wäre, folgten anschließend geröstete Kastanien und zwei Tabletts voller Gebäck. Als Mitternachtsimbiss griff man auf das beliebte Speckbrot zurück.

Mit vollem Magen und guter Laune saßen wir alle in einer Runde. Wir spielten diverse Kartenspiele und packten sogar die Gitarre aus. In den manchmal nicht sehr harmonisch klingenden Gesang stimmte ein jedermann mit ein.

Als sich die ersten schließlich in ihre Kajüten zurückzogen und der verbliebene Rest auch den Lautstärkeregler etwas runter schrauben musste, spielten wir ein ruhiges Spiel. Nämlich „Stille Post.“ Dass die ursprünglichen Wörter komplett verdreht und mit ganz anderer Bedeutung am Ende ankamen, war von Anfang an klar. Doch jeder lachte, bis ihm die Tränen in die Augen stiegen.

Dann starteten wir eine Problemrunde. Jeder musste sich ein Problem von der Seele reden, welches wir hinterher genauestens analysierten.

Diese Runde wurde in den „Kajüten“ fortgesetzt, als wir uns um drei Uhr morgens von dem Personal verabschiedeten. Die Sorgen und Probleme wurden noch lange besprochen, bis auch die letzten um kurz vor sechs Uhr zur Ruhe kamen.

Erstaunlich fit erschienen wir alle zum gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen. Gestärkt mit Kaffee und Frühstücksei starteten wir nach einem tollen und unterhaltsamen Ausflug zurück ins Tal.