Fotoshooting

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Am Sonntag-Vormittag treffen wir uns schon am frühen Morgen...


 


....vor dem Vereinslokal des Trachtenvereins Edelweiss Mieming. Der Brauchtumsverein wird heuer, am 9. November, Ausrichter des heurigen “Kathreintanzes” im Bereich des Oberländer Trachtenverbandes sein und dafür brauchen wir von unseren “Trachtlern” noch ein paar vorzeigbare Fotos. 

Während wir auf die Nachzügler warten, erzählt Franky Ganzer-Maurer etwas zur Tradition. “Den ‘Kathreintanz’ haben wir schon häufiger in Mieming ausgerichtet. Zu dem großen Ball kommen Tänzer aus ganz Tirol, Bayern und Salzburg zu uns. Die “Mieminger Tanzlmusig” spielt, denn die kennen das Repertoire am besten und im Gemeindesaal wird es sehr bunt hergehen”. “Vielleicht schreibst Du noch, dass es am Samstag, dem 9. November um 20 Uhr losgeht und wir alles, was dazu gehört, organisiert haben. Es wird an nichts fehlen”.

Langsam trudeln die Langschläfer am Treffpunkt ein. Manche frieren, weil sie zu früh aufstehen mussten und noch etwas schläfrig sind. Es ist aber auch etwas kühl an diesem schönen Morgen. Die Sonne zeigt sich schon im Osten und kündigt einen herrlichen Tag an.

Claudia Kapeller prüft bei den Jungen noch die Tracht und fragt, ob wir später noch drei junge Damen der Jugendgruppe fotografieren könnten. Mit dem Foto will sie sich bei den “Goteln” bedanken, die für die Mädchen neue Oberländer Trachten finanziert haben. “Das ist nicht ganz billig”, sagt Claudia und wir freuen uns deshalb sehr über jede Unterstützung aus unserem Förderkreis”. Obmann Bernhard Meil will aufbrechen. “Jetzt kommt niemand mehr, packen wir’s an”. Von den rund 50 Aktiven kommen so um die 35 zum Foto-Termin. “Alle bekommst Du eigentlich selten zusammen”, sagt Vorplattler Werner Schuster. “Manche haben Urlaub, andere müssen arbeiten oder gehen “Kirchen” und ein paar werden einfach noch etwas mehr Schlaf brauchen”.

Es ist kurz nach Acht als wir beim Kreuz am Seeweg in Barwies ankommen. Der Himmel über der Mieminger Kette ist um diese frühe Zeit erst grau-blau. Wir suchen ein-zwei Plätze für ein paar Gruppen-Fotos. Susanne Kniepeiß kann leider nur beim ersten Foto dabei sein, dann ruft die Kirche. Sie will mit Kindern in der Messe ein paar Lieder vortragen. Schön, dass sie trotz des Zeitdrucks doch noch mitgekommen ist. Wir machen unsere Bilder, sind aber insgesamt nicht so sehr zufrieden. Die Kulisse ist heute nicht so, wie wir es erwartet haben. Der “Türken” ist abgeerntet, in Barwies engen ein paar große Baukräne unsere Motivmöglichkeiten ein. Dann schlägt Franky vor, wir sollten zu den “Vierzehn Nothelfern” fahren. Der Grund liegt zwischen Mieming und Wildermieming. Schon ziemlich nah bei Affenhausen. Das wird allgemein begrüßt, denn die meisten wissen, dass die heilige Katharina, die Schutzpatronin des Kathreintanzes, eine der “Vierzehn Nothelfer” war.

Besser hätten wir somit den Ort für die nächsten Fotos nicht wählen können. Kommt hinzu, dass unweit der kleinen Kapelle ein fotogener Heu-Stadl steht, der sofort von den Burschen und Mädels in Beschlag genommen wird. Der Stadl ist ein absoluter Stimmungsaufheller. Jetzt scheint auch die Sonne in voller Pracht und ist die beste Beleuchtung, die wir uns nur vorstellen können. Der Himmel über Hochplattig und den anderen Mieminger Bergen ist fast wolkenlos blau. Wir freuen uns auf die nächste Foto-Staffel.

Zeremonienmeister Franky Ganzer-Maurer stellt allerlei Gerät an den Stadl, Claudia Kapeller zeigt den Jüngeren wo die Hände hingehören (unter die blauen Schürzen) und langsam kommt Ordnung in die Gruppe. Zuerst fotografieren wir die Jugendgruppe, weil die Gefahr besteht, dass die Konzentration mehr aufs Spiel als auf Fotos ausgerichtet sein könnte. Es wird gelacht und herum geblödelt. “Cheese” und andere Grins-Krücken sind überflüssig. Die Kinder sind natürlich fröhlich, verspielt und bester Laune. Geknipst wird vor dem Stadl, unter dem First und mit den Erwachsenen. Südseite, Ostseite und wo auch immer. Dann ruft jemand nach Musik. Lisa spielt auf und die Großen fangen spontan an, vor dem Stadl zu ihrer Ziachorgelmusik zu tanzen. Das macht sie gut, die Lisa. Wirklich.

Ein paar vorbeiziehende Jager legen ihre gestrengen Forsthüter-Blicke ab, so als wollten sie signalisieren “weitermachen, das wird auch dem Wild taugen”. Andere Spaziergänger haben es um diese Zeit noch nicht bis zu den “Vierzehn Nothelfern” geschafft. Wir besprechen eine letzte Einstellung und nach anfänglichem Murren der Jüngsten, machen alle mit und tollen umher. Alle Trachtler sollen, angeführt von Heinz und Elfie Maurer über einen Hügel auf die Kamera zu laufen. Nicht in Formation, sondern locker und “tänzerisch”, schlägt unser Choreograph Franky vor. So wird es dann auch gemacht. Die erste Einstellung passt. Besser hätten die Aufnahmen nicht werden können. Klappe zu. Das “Foto-Shooting” ist abgehakelt.